Wie man sich als Babysitter um Kleinkinder und Babys kümmert

Wie man sich als Babysitter um Kleinkinder und Babys kümmert

Bei Babysits, 6 Leseminuten

Wenn Kinder bereits in der Lage sind, durch Sprechen ihre Bedürfnisse und Wünsche zu kommunizieren, ist es für einen Babysitter oder eine Tagesmutter leicht, ihn oder sie zu verstehen. Wenn es sich aber beim Babysitting-Kind um ein Kleinkind oder um ein Baby handelt, sieht das Ganze schon anders aus. Meistens können die Mutter oder der Vater des Kindes an der Art und Weise wie das Kind meckert oder weint erkennen, was ihm oder ihr fehlt. Für einen Babysitter kann das jedoch sehr schwierig sein. Deshalb haben wir hier einige Tipps für euch, die euch das Aufpassen auf junge Kinder oder Babys erleichtern wird:

Windeln wechseln

Verschiedene Kinder werden zu verschiedenen Zeitpunkten trocken. Normalerweise aber durchschnittlich die ersten zwei bis drei Jahre Windeln verwendet verwendet. Dabei handelt es sich meistens um Einwegwindeln, wobei ein wachsender Trend zu wiederverwendbaren Windeln und anderen Alternativen entsteht. Einige Windeln haben sogar eine Feuchtigkeitsanzeige, die angibt, wenn die Windel gewechselt werden muss. Grundsätzlich kann man sagen, dass es keine fixen Zeiten gibt, nach welchen dies geschehen muss. Gerade beim großen Geschäft sollte dies aber so schnell wie möglich erledigt werden, da es sonst zu Hautreizungen am Po kommen kann. Zum Reinigen können Waschlappen, Handtücher oder Einweg-Feuchttücher verwendet werden. Falls nach dem Trocknen rote oder trockene Stellen sichtbar werden, sollte man auch eine sanfte Wundcreme oder Babypuder auftragen. Zuletzt ist es wichtig, dem Kind passende Kleidung anzuziehen, die schnell an- und ausgezogen werden kann.

Aufs Töpfchen gehen

Auch wenn das Kind bereits gelernt hat, regelmäßig aufs Töpfchen zu gehen, kann es sein, dass es noch nicht in der Lage ist, jeden Drang rechtzeitig zu erkennen und rechtzeitig Bescheid zu geben. Deshalb kann es hilfreich sein, das Kind nach dem Essen oder vor dem Rausgehen nochmal zu fragen, ob es auf die Toilette muss bzw. einfach gemeinsam mit ihm oder ihr nochmal auf die Toilette zu gehen. Manchmal kann es auch helfen, wenn das Töpfchen nicht nach jeder Benutzung weggeräumt wird, sondern im Raum stehen bleibt, sodass das Kind regelmäßig daran erinnert wird. Schimpfe das Kind nicht, falls es trotz dieser Tipps doch zum Missgeschick kommt, sondern erinnere ihn oder sie immer wieder daran, dass es doch ohne Windel viel bequemer ist und man deshalb aufs Töpfchen gehen sollte. Zuletzt noch ein Tipp falls das Kind nicht sitzen bleiben will: gib ihm oder ihr ein Buch oder ein Spielzeug in die Hand damit es während dem Geschäft auch beschäftigt ist.

Essen

Für Kinder unter einem Jahr ist Muttermilch oder Milchpulver meistens die Hauptnahrungsquelle. Diese Milch muss entweder in einem Wasserbad oder in einem geeigneten Flaschenwärmer auf die passende Temperatur (niemals höher als Körpertemperatur, also 37 ° C) gebracht werden. Ein Trick dabei ist es, etwas Milch auf die Innenseite des eigenen Handgelenks zu tröpfeln. Sie sollte sich warm aber nicht heiß anfühlen und du solltest die Flasche problemlos anfassen können. Mit vier bis sechs Monaten fangen die meisten Babys an, feste Nahrung zu probieren. Da es große Unterschiede bei der Herangehensweise an die feste Nahrung gibt, sollten diese immer mit den Eltern besprochen werden und dem Kind sollten nur Sachen gefüttert werden, die von den Eltern abgesegnet wurden. Dazu zählen auch Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten. Diese sollten immer mit den Eltern besprochen werden und eventuell sogar schriftlich festgehalten werden. Verwendet dafür z. B. dieses Formular.

Schlafen

Ein kleines Kind braucht viel Schlaf, und je nach Alter des Kindes kann das Kind ein oder mehrere Schläfchen am Tag abhalten. Vor dem Schlafengehen hilft es, ruhig zu sein und zu versuchen, das Kind mit Vorlesen oder anderen ruhigen Beschäftigungen herunterzufahren. Hier haben wir aber unter unseren Tipps für Babysitter auch einen eigenen Beitrag über die besten Einschlaftipps für Kinder. Grundsätzlich sollte man die Kinder schlafen lassen und sie nicht unnötig früh wecken oder beim Schlaf stören. Trotzdem ist es aber wichtig, eine gewisse Routine und einen gewissen Zeitplan einzuhalten um das gesunde Schlafverhalten der Kinder zu fördern. Auch ein Kuscheltier oder ein anderes beruhigendes Element im Bett helfen dabei.

Spiel und Interaktion

Auch Babys spielen von Geburt an gerne, aber das Spielen sieht in diesem Fall noch anders aus und zeigt sich auf andere Arten und Weisen. Kinderlieder, Reime oder die Tätigkeiten der Erwachsenen oder der anderen Kinder sind normalerweise sehr interessant für Babys. Zusätzlich interessieren sich Babys sehr für ihre Umgebung und sind offen für Beschreibungen dieser Umgebungen. Spielzeug, das Geräusche macht, sich weich anfühlt oder andere Auffälligkeiten besitzt stimuliert die Sinne des Babys. Mit Kleinkindern kann man bereits ganz anders spielen da die Aufmerksamkeitsspanne und die Konzentration des Kindes länger anhält. Zudem sind natürlich auch die mentalen und die motorischen Fortschritte von großer Bedeutung. Es ist aber trotzdem wichtig, dass auch Kleinkinder immer unter Beaufsichtigung stehen da ihnen schnell auch etwas einfallen kann, das nicht so sicher für sie ist. Babys und Kleinkinder lieben es z. B., alles in den Mund zu nehmen weshalb es wichtig ist, dass es keine verschluckbaren Kleinteile gibt, das Spielzeug halbwegs sauber und aus einem ungiftigen Material gefertigt ist.

Baden oder Duschen

Babys und Kleinkinder spielen draußen auf dem Boden, das Essen kann sich auf ihrem Körper oder in ihren Haaren verteilen oder die Windel wird so voll, dass ein feuchter Lappen nicht mehr ausreicht. Auch wenn es also im Babysitting-Termin gar nicht vorgesehen ist, kann es vorkommen, dass du Kinder waschen musst. Ein Baby kann man am besten entweder in der Badewanne oder in einem großen Waschbecken mit warmem Wasser (max. 37 ° C) baden. Meistens reicht bei Babys reines Wasser aus. Halte das Baby gut fest und wasche es von oben nach unten. Wenn das Kind groß genug ist, um selbstständig zu sitzen oder zu stehen, ist das Waschen in einer Dusche meistens unkomplizierter. Das Kind kann auf dem Boden sitzen oder in der Dusche stehen und abgeduscht werden. Gib dem Kind Badespielzeug, Plastikbecher oder einen sauberen Waschlappen mit dem es sich während der Wäsche beschäftigen kann. Nach dem Duschen oder Baden solltest du das Kind vorsichtig aber sorgfältig abtrocknen (gerade auch an schwer erreichbaren Stellen wie zwischen den Zehen), eincremen und anziehen, sodass es nicht fröstelt.

Natürlich sind diese Tipps keine vollständige Liste, was es bei der Kleinkindbetreuung alles zu beachten gibt. Es ist aber auf jeden Fall ein guter Anfang und wenn du diese Tipps beherzigst und die Eltern das auch zu spüren bekommen, wirst du sicher gute Chancen auf eine erneute Buchung als Babysitter haben. Das Team der Babysitting-Gemeinschaft wünscht dir viel Erfolg und vor allem Spaß bei deinem nächsten Einsatz als Babysitter.